Schlagwort: Buddhismus

Von D A N K B A R K E I T , D E M U T und G E L A S S E N H E I T

Gerade wurde ich wieder mal inspiriert….und zwar diesmal beim lesen dieses Beitrags von kinder unlimited

Da geht es um das Thema Dankbarkeit. Und es machte mir wieder einmal mehr bewusst wie ich diese und andere Gefühlsqualitäten in mir pflege…

Es schwebten mir jeweils zwei Bilder vor meinem geistigen Auge….einmal das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit, nicht unbedingt religiös besetzt, sondern eher allgemein betrachtet, frei von jeder Religionszugehörigkeit….dabei geht es darum sich am Abend zurück zu ziehen um den Tag Revue passieren zu lassen…das besondere daran: das ganze frei von Bewertungen! Alles, auch der „doofe Kollege der mal wieder genervt hat“, wird mit einem liebevollen achtsamen Moment noch einmal hervor geholt.

Derweil man es (aus)übt verwandelt sich alles, was man sonst gerne dualisiert und in schwarz-weiss Denken hüllt, in einen liebevollen, positiven Moment. Das hat dann eine positive Rückwirkung auf uns selbst und im besten Falle sogar auf das Verhältnis zu etwas “schwierigen” Mitmenschen…

Zum anderen ist da dieser Satz aus dem Buddhismus präsent “Alles was mir begegnet ist mein Leben”

Auch das bedingt das wir alles was uns begegnet achtsam anschauen und annehmen können. Da sind natürlich all die schönen, spannenden Dinge mit denen das Leben uns beschenkt….und selbst die “negativen” Vorkommnisse erscheinen als sinnvoll und oftmals auch lehrreich….denn es bedeutet das ich mein Leben annehme so wie es ist. Auch hier wandelt sich das erlebte in etwas was man dann in Demut und Dankbarkeit anschauen kann….

Zudem gefällt mir die buddhistische Denkweise das beides GROSSE FREUDE und GROSSE TRAURIGKEIT vermieden werden sollten….man solle versuchen zurück zu treten und das eigene Leben wie einen Film anzuschauen…das mutet uns zunächst komisch an….aber wenn man sich darin übt achtsam zu sein, jenseits von Bewertungen und Gefühlsachterbahnen, entwickelt sich automatisch eine innere Haltung von Demut und Dankbarkeit….denn diese Qualitäten entdecken wir nur dann wenn wir ganz bei uns sind…in unserer Mitte oder wie auch immer man diesen Ort nennen will…

Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter indem ich behaupte das genau an diesem Ort auch die Gelassenheit und der innere Berater wohnt….wenn es Entscheidungsfragen gibt….wenn es grad mal nicht ganz so rund läuft….wenn man sich im Lärm des Alltags zu weit von sich selbst entfernt hat….da wo man ungeduldig mit sich selbst oder anderen ist…dieser Ort beinhaltet all das was das Universum für den Einzelnen bereit hält….come in and enjoy 🙂

Magic Moments

…….zwanzig Minuten vor Abfahrt des Zuges….ich noch mit einem inneren Impuls in die Buchhandlung mir Affirmationskarten für jeden Tag kaufen zu wollen….zielstrebig in die zuständige Abteilung….in Anbetracht der kurzen Zeit eine Verkäuferin gefragt….vier Möglichkeiten gezeigt bekommen….zwei zu esoterisch….eine mit Aufgaben versehen….die vierte in einer Ecke selbst entdeckt….angeschaut….für gut befunden…gekauft….und im Zug festgestellt das sie von meiner Lieblings Zen Meisterin aus der Schweiz sind, die ich schon länger im Visier hatte….für iiiiirgendwann mal…..nun ist irgendwann…..und Zuhause dann diese zwei Kärtchen gezogen….mit einem 1000fachen NIX in die Schweiz!
  

Heute schon philosophiert?

Dieses Koan fiel mir heute in die Hände….und da es auf meinem Blog um das Kochen von Lebens-mitteln als auch um das „Kochen“ unseres Lebens geht, wollte ich Euch dieses Koan nicht vorenthalten….Koans laden ein darüber nachzusinnen…über die scheinbar ganz alltäglichen Dinge…und es gibt kein Richtig oder Falsch….es ist eine Art des Meditierens aus dem ZEN-Buddhismus, um „streunende“ Gedanken ein wenig zu „bändigen“

„Wasser erwärmt sich langsam und kocht ganz plötzlich“
[ Verfasser unbekannt ]

Let’s glow

Dieses Koan aus dem ZEN-Buddhismus ist mir heute begegnet.

„Das innere Licht ist jenseits von Lob und Tadel – grenzenlos wie der Raum“
[ Verfasser unbekannt ]

Kennt ihr das auch….da begegnet euch jemand, der ein Verhalten an den Tag legt, welches euch übelst missfällt.

Spontan ist man eher geneigt demjenigen mal „ordentlich die Meinung zu sagen“, ihn zu tadeln, womöglich sogar einen derben Streit vom Zaun zu brechen…

Aber ist das immer sinnvoll?

Üben wir uns lieber in Nachsicht und Wertschätzung des Gegenüber…denn wir wissen nicht, und werden es auch nie nachvollziehen können, was ihn zu dem hat werden lassen, wie er uns heute begegnet.

Zudem ist jeder Groll, den wir gegen andere richten, auch ein Angriff auf den eigenen Körper….denn dieser Körper kann nicht unterscheiden wem Wut, Ärger oder Enttäuschung angedeihen soll…ein Nährboden par excellence für Bluthochdruck, Herz-Kreislaufprobleme etc.

Jedes Mitgefühl das wir anderen schenken hat somit auch eine Wirkung auf uns selbst.

Die andere Seite des obigen Koans ist die, das wir uns oftmals abhängig machen von Lob und Tadel.

Natürlich ist es schön Lob zu erfahren…..das nehmen wir gerne an…aber Tadel….da sieht es dann schon anders aus…

Dabei ist gerade er es ( dabei gehe ich davon aus, das er sachlich und wertschätzend verteilt wird 😉 also wohlwollende Kritik, die uns die Freiheit lässt etwas zu verändern oder nicht ) der uns weiter bringt.

In Schimpferei und Wut darüber stecken zu bleiben bringt Schwingungen mit sich, die zu Blockaden und Missgunst führen. Und das Innere Licht wird verschüttet und muss mühsam wieder „frei geschaufelt“ werden…

Üben wir uns aber in sachlichem Austausch, können wir das Thema rasch ad Acta legen und zum Wohle unserer Mitwelt wirken.

Jeder von uns kleinen Kreaturen trägt das Innere Licht in sich….let’s glow 😊

Schwarz….Weiß……oder doch nicht…

Eine wichtige Zutat um sein Leben zuzubereiten ist es seinen Geist frei zu machen von Bewertungen.

Eine gute Übung dazu ist es regelmäßig innezuhalten – sei es in einer Meditation, um den Geist zu klären….oder den Tag in liebevoller Aufmerksamkeit Revue passieren zu lassen…

Dazu zieht man sich an einen möglichst stillen Ort zurück und lässt den Tag noch einmal im Geiste an sich vorbei ziehen…

Welche Menschen sind mir begegnet…..welche Situationen habe ich erlebt….schöne…..nicht so schöne….

Die Übung dazu besteht darin sich an keinem der Themen „fest zu beißen“, sondern alles noch einmal liebevoll willkommen zu heißen…um es dann, ebenso liebevoll, ad acta zu legen….vielleicht sogar mit einer netten Vorausschau für den nächsten Tag….

So nach und nach entsteht daraus eine innere Haltung, aus der heraus wir zum Beobachter werden…denn ALLES WAS MIR BEGEGNET IST MEIN LEBEN ❤

Dazu ist mir dieses Video zu-gefallen, was es recht gut verdeutlicht:

Heute bleibt die Küche kalt! Oder doch nicht?

Inspiriert durch einen wundervollen Text „So vergessen“ ( ich würde mich über einen Reblog des Autors sehr freuen ) habe ich meinen Tag nochmal Revue passieren lassen…oder wie es im Buddhismus bzw. im Gebet der liebenden Aufmerksamkeit Praxis ist: den Tag wie einen Film vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen lassen, ohne Geschehnisse oder Personen zu bewerten.

Wir alle kennen Tage die wir, wenn wir könnten, gerne aus dem Kalender streichen würden.

Aber wir können es nicht – zum Glück!

Denn selbst zu Zeiten wo alles „wie verhext“ ist, wo wir selbst missgestimmt sind oder mit einem unserer lieben Mitmenschen „nicht gut Kirschen essen“ ist…scheint es Aspekte zu geben aus denen wir etwas lernen sollen…auch wenn wir gerne dankend drauf verzichten könnten.

Oftmals erkennen wir den Lerneffekt erst sehr viel später und haben im besten Falle das AHA-Erlebnis.

Wenn nicht….tja….dann kriegen wir womöglich nochmals dasselbe Thema „auf’s Butterbrot geschmiert“.

Auch wenn man manchmal mit dem Schicksal hadern möchte…letztendlich dürfen wir – zum Glück – getrost darauf vertrauen das es es gut mit uns meint.

Denn wer weiß…vielleicht ist gerade das was ich heute als Un-glück erlebe mein Glück…

Ich nehme somit die Brisanz aus der unangenehmen Thematik, tue meiner Gesundheit etwas gutes indem es mich weniger plagt, belaste das Verhältnis zu meiner Mitwelt nicht über Gebühr,….

Das ist ein wichtiges Handwerkzeug um sein Leben zu „kochen“ – sich ein wenig Zeit nehmen, versuchen die Geschehnisse des Alltags mit Abstand zu betrachten und…vor allem: nicht zu bewerten…schauen als ob man sich einen Film anschaut…

Die Parallelen dazu finde ich in oben angesprochenem Gedicht. Oder fand das Gedicht mich?

Da geht es um Tränen…..ob von Trauer oder Glückseligkeit bleibt erstmal mir überlassen…bis ich dann eine Ahnung davon bekomme das es etwas trauriges sein muss…..denn es zeigt auf wie gut es tut wenn man jemanden hat der einen auffängt…..in der Nacht bzw. den dunklen Seiten unseres Alltags…wenn man sich in den Schmerz hinein begeben kann…ihn zulassen kann…..erst dann kann ich den Schmerz (weg)fließen lassen….um wieder zu erinnern…..zu erinnern an die Zeit vor dem Schmerz….eine Zeit in der ich glücklich war…..und langsam wird der Schmerz transformiert in Zuversicht, Hoffnung und Visionen…..und genauso langsam schleicht sich ein Lächeln auf mein Gesicht…..ich stehe schwungvoll auf…tanze ein wenig durch den Raum….und plane den morgigen Tag…..

Aus welchem „Menü“ wird er sich zusammen setzen? Und was ist mein Anteil daran? Was kann ich tun das es ein gelingender Tag wird?