Tag: 19. Oktober 2015

Melancholia

Da komme ich heute endlich zurück aus dem Krankenhaus und dann…als ich den Fuß in die Tür setzte, meldete sich Madame Melancholia….was mich überraschte und sich nicht toll anfühlte, denn ich hatte mich doch so auf zuhause gefreut….nach ein paar netten Worten von meinen Facebook Mädels kam ich drauf das es wohl das innere Kind ist, was sehr traurig ist darüber das mir etwas “weggenommen” wurde, mit dem ich doch geboren wurde….und das jemand fremdes einfach meinem Körper MEINEM KÖRPER etwas hinzugefügt hat….so nahm ich es dann in Gedanken liebevoll in den Arm und wiegte das Innere Kind….und mit dem das ich mich ihm zugewendet habe wurde es ruhiger und ruhiger…..und nun ist es wieder gut 😊

Warum ich Euch davon erzähle? Nun….es gibt ja immer mal Situationen im Leben die einem nicht so angenehm sind und ich möchte Euch Mut machen die Dinge sportlich zu nehmen…mit Humor…mutig….und, wie in dem Fall, mit dem richtigen Durchblick.

Denn so Gefühle wie Melancholie fühlen sich manchmal ziemlich besch…eiden an. Man könnte getrost drauf verzichten und doch schleichen sie sich ein…

Eine tibetische Lama hat sogar ein Buch darüber geschrieben „Den Dämonen Nahrung geben“.

Da geht es darum negative Gefühle direkt einzuladen anstatt sie mühsam zu bekämpfen. In meinem Fall war es die Melancholie.

Eine meiner Facebook Freundinnen schrieb „Trink ’n Cafe mit ihr“…einfach mal so flappsig erheiternd dahin geschrieben….für mich war es der Schlüssel zu meinen Gefühlen. Eine andere schrieb „Geh auf den sonnigen Balkon, atme tief durch und klopf Dir auf die Schulter das Du eine Hürde geschafft hast. Und vergiss die Schokolade nicht“

Daraufhin begann es in mir zu arbeiten und ich erinnerte mich an meine, in dem Augenblick, vergessene Strategien.

Also nahm ich mir Zeit und lud diese Gefühle ein mit mir Platz zu nehmen….auf ein Teechen quasi…und bat sie von sich zu erzählen…so kam dann relativ schnell zutage das es mein inneres Kind ist, was da gerade sehr traurig ist und nach Zu-wendung schreit. Es betrauerte das die Chirurgen Lymphknoten entfernten….das es einen ganzen Arm für immer in Mitleidenschaft zieht….das es derzeit noch arg verletzt ist und heilen muss…in die eigene Wohnung zurück zu kehren…nicht mehr so, wie Gott einen geschaffen hat….und es betrauerte das da nun dieses Ding unter der Haut liegt, wodurch demnächst derbe Chemiecocktails fliessen und ihren Job machen….aber eben nur derbe….ohne Rücksicht auf den restlichen Körper…

Im nächsten Schritt versuchte ich zu relativieren….das es ja nun auch nicht sein kann das Untermieter, die sich ungefragt eingenistet haben, bleiben dürfen…machte Folgen klar, die nun auch alles andere als prickelnd wären…

Und dann fragte ich mein inneres Kind was es denn gebraucht um es zu trösten…zu besänftigen…das Resultat war das ich es in Gedanken in die Arme nahm und wiegte….einfach nur wiegte…hin und her….hin und her…hin…und…her…hin…und…her….und es wurde ruhig und immer ruhiger….

Und genau diese Ruhe breitete sich auch in mir aus und es war wieder gut, so das ich mein zuhause wieder voll und ganz geniessen kann.

Diese persönliche Methode setzt sich aus verschiedenen Theorien zusammen und hat sich immer wieder bewährt 🙂